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BJV bündelt Interessen der bayerischen Jägerinnen und Jäger
Die Föderalismusreform des Bundesgesetzgebers wollte die vom Deutschen Jagdschutz-Verband (DJV) immer wieder in Abrede gestellte Vielfalt im Jagd- und Naturschutzrecht für die einzelnen Bundesländer: Regionale Besonderheiten sollen hierdurch besser zur Geltung kommen. Der BJV unterstützt diese föderale Ausrichtung, will aber zugleich grundlegende Konstanten des Jagdrechts in Deutschland, wie etwa das Revierjagdsystem oder das Prinzip der Waidgerechtigkeit, bundeseinheitlich erhalten.
Die jagdrechtlichen Entwicklungen in Rheinland-Pfalz und im Saarland gefährden aktuell die traditionellen Grundsätze des deutschen Jagdwesens. Dies lehnt der BJV ausdrücklich ab und bekundet seine Solidarität mit der dortigen Jägerschaft. Die Stärkung der Landesjagdverbände – vom BJV über zwei Jahre eingefordert und vom DJV genausolang ausgeschlagen – ist nun dringender denn je: Denn auch andere Bundesländer sind vor ähnlichen Gesetzesänderungen nicht gefeit. Nur gut ausgestattete Landesjagdverbände können in einer solchen Situation rechtzeitig derartige Fehlentwicklungen verhindern.
Die Grundsätze der Waidgerechtigkeit prägen das Jagdrecht in Bayern. Die ethischen Eckpunkte des bayerischen Jagdwesens müssen erhalten bleiben. Der BJV fordert daher: - Die Grundsätze der Waidgerechtigkeit als festen Bestandteil des jagdlichen Handelns zu stärken. Besonders der Muttertierschutz muss höchste Priorität behalten.
- Unserem heimischen Schalenwild, vor allem dem Rotwild, wieder Teile seines ursprünglichen Lebensraums auch außerhalb der Wälder zurückzugeben.
- Es muss ein verträgliches Miteinander zwischen Landwirtschaft, Wald und Wild geben – unser Schalenwild darf nicht zum reinen Schädling degradiert werden. Waidgerechte Jäger sind keine Schädlingsbekämpfer!
- Der BJV ist anerkannter Naturschutzverband, die waidgerechte Jagd ist aktiver Naturschutz: das muss allgemein anerkannt werden!
- Konstanz bei der Revierverpachtung – nur bei langfristigen Verpachtungen ist eine waidgerechte, nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen und ein naturnahes Wildtiermanagement möglich.
- Rebhuhn, Hase und Fasan stehen vor dem Aus – lebensraumunterstützende Maßnahmen und die Fangjagd als effiziente Möglichkeit der Prädatorenreduktion müssen verstärkt umgesetzt werden.
- Jagdliches Brauchtum, Traditionen und kulturelle Veranstaltungen, wie z.B. das Jagdhornbläserwesen, gehören zur Jagd in Bayern und müssen unterstützt sowie ständig gepflegt werden.
- „Jagd ohne Hund ist Schund“ – gut ausgebildete Jagdhunde sind für eine waidgerechte Jagd unverzichtbar. Ihre Ausbildung muss höchsten Stellenwert behalten.
Unterschriftenliste erhältlich unter http://www.jagd-bayern.eu oder direkt bei der Landesgeschäftsstelle des Bayerischen Jagdverbandes.
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